Schachtunabhängiges Wandergesellenportal für Steinberufe und andere Fremde
Ein neues Jahr, ein neues Steintreffen

Das Steintreffen 2015 findet vom 1.-14.6. im campus-galli bei Meßkirch Ecke Bodensee statt.

Für Steingewerke gibt es einen historischen Friedhof mit Mauer zu bauen. Alle Holzgewerke können Balken von Hand behauen und abbinden wie im 9.Jhr.. Es wird gedrechselt, Schindeln gehauen und vieles mehr. Eine historische Schmiede steht bereit und es kann Werkzeug aller Art geschmiedet werden. Für Unterkunft, das leibliche Wohl und Bespaßung ist wie immer gesorgt. Wir freuen uns über reichliche Zureise aller Gewerke.

Fixe Grüße Die Voko FFB Lukas, FFB Kevin, r. frd. Steinmetz Moritz

http://www.campus-galli.de/

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Meine Damen, Meine Herren,

es ist soweit.

Ich darf mit Freuden und Trommelwirbel verkündigen euer Sorgen und Fragen sei ein Ende gesetzt.
Es findet statt:

Das Steintreffen 2014
im Schloss zu Zerbst


vom 1. - 14.September

werden wir 16 Baluster in Sandstein hauen und versetzen.
Außerdem werden die Maurer mit schmakomater Klinkerarbeit verwöhnt.
Wurst und Bier ist für alle da.
Gefeiert wird wie früher, ganz wie es uns Katharina die Große in ihrem Schloss vorgemacht hat.

In hoher Erwartung und Lungen voller Staub
Die Steintreffen Voko

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„Wie geil is das denn?!“ Diesen Spruch dürfte jeder kennen der am Steintreffen 2010 in Elbtal nähe Limburg an der Lahn teilgenommen hat.

   


Es war ein rundum gelungenes Treffen, bei dem neben der richtig fixen Schaniegelei auch viel geschmort und gelacht wurde.

Aber zuerst einmal von Anfang an:

Vom 20.9.2010 bis 3.10.2010 trafen sich die Steinmetzen, Maurer und ein Steinsetzer um wie jedes Jahr eine Sozialbaustelle gemeinsam zu bestreiten.

Im April haben wir als Voko (das bedeutet Vorbereitungskombo glaub ich) uns den Ort ausgesucht, denn unser einheimischer Freiheitsbruder Falk Halbach und seine Frau Kerstin haben die Herbergsleitung für das Schullandheim Burg Waldmannshausen in Elbgrund übernommen.

Als wir das hörten, und etwas telefoniert hatten, sind wir dort vorbeigereist, wobei uns dieser Ort sehr gut gefiel. Nach einem Termin mit dem Trägervereins-Vorstand in Hagen war dann alles klar. So sind wir dann zu dritt am vorletzten Augustwochenende im Schullandheim eingefallen, um mit der Vorbereitung zu beginnen. 

      

Vorgaben gab es keine, bis auf den Wunsch, das Wappen der Stadt Hagen und der Gemeinde Elbtal in Stein zu hauen. An sich kein Problem, da wir mit der Materialbeschaffung auf viel Unterstützung durch die Krauter vor Ort stießen. So wurden diese Zwei Wappen in rotem Mainsandstein als halbplastische Reliefarbeiten sehr schön ausgearbeitet und hängen nun an handgeschmiedeten Ankern in der Burg. 

 Ach ja, das Thema Schmiede… Auf dem Steintreffen sollte es nach unserer Vorstellung eine Schmiede geben, damit jeder Steinmetz sein Werkzeug selbst schmieden kann, bzw. dies dann lernt. So wurde ein Hydrantendeckel, ein Tischbein, ein Fön und ca. 4Schubkarren voll Koks von uns zur Esse erklärt.   Diese funktionierte einwandfrei, wie uns auch durch einen gelernten Schmied bestätigt wurde. Er reiste als Interessent an Zwei Wochenenden aus München zu um uns am Tag der Schaubaustelle und beim Werkzeug schmieden zu unterstützen. Er war es auch der den Steinmetzen das Schmieden und Härten der Eisen zeigte.

Die Besucher der Schaubaustelle am Tag der offenen Tür des Schullandheims waren sehr begeistert als Sie 15 Steinmetzen und dem Schmied bei der Arbeit zuschauen konnten.

Das eigentliche Highlight dieses Treffens waren jedoch nicht die Metzen und Ihre Werkstücke,

  

sondern unsere Maurer. In der Vorbereitung kam die Frage auf, wie wir die Maurer über das Treffen beschäftigen. Es war eine Wand aus Basaltquadern am Eingang des Geländes einzureißen und neu aufzubauen.

  Nicht grad eine Herausforderung, und zu wenig für Zwei Wochen. Zudem man ja nie weiss, wie Viele dann letztendlich auch kommen… „Also machen wir irgendwas Gewölbemäßiges, was Tolles, etwas Nützliches und Großes… Genau, was Großes, ne Herausforderung! Vielleicht einen Ofen? Zum Brot oder Pizza backen für Schulklassen? Dann aber ein Korbbogengewölbe! Und Innen mit Schamott!“ Wieso nich!?

 Dann kam die Idee auf, diesen Ofen auf traditionelle Art mit Lehm zu bauen. Hatte nur bisher keiner von uns gemacht, noch hatten wir Ahnung von so was… Zum Glück gab es in der Nähe eine Lehmgrube wo wir dann Zwei Kubikmeter Lehm, ein Bigpack Schamottsand und viel nützlich Tipps erhielten. Während der Vorbereitungszeit betonierten wir dann das Fundament und mauerten den Sockel aus Basaltbruchsteinen. Das Gewölbe wurde dann mit Normalformatsteinen und Lehm gemauert. Der Korbbogen an der Öffnung und der Kamin jedoch mit Dünnformatsteinen, damit die Formen klarer zu Erkennen sind. 

 Für den Regenschutz war Anfangs die Idee alte Betondachpfannen in Lehm zu versetzen, doch es lief ganz anders: Es reisten ja nicht nur Metzen und Maurer zu, sondern auch Gewerke die mit Stein nix am Hut haben. So freuten wir uns riesig über den Besuch von Vier Rolandsbrüdern (Drei Zimmerer und ein Dachdecker), sowie einen freireisenden Käser der uns mit leckerem Frischkäse die Arbeit leichter machte. Als die Dachkatzen nun von unserem Plan mit den Betonpfannen hörten, schlugen Sie vor, auf den Lehmofen doch einen Dachstuhl zu bauen und das ganze Ding mit Schiefer zu decken. „Wow! Das wär’s doch!“ So wurde an dem Ofen gewerkelt was das Zeug hält. Ein paar Kragsteine, die Platte an der Öffnung und den Schlussstein aus Basaltlava besorgten die Metzen. Das Dach aus Leimbindern in Form des Korbbogens die Zimmerer. Die Schieferdeckung der Dachdecker, und die handgeschmiedete Tür unser Schmied. So hat sich jedes anwesende Gewerk in bester Ausführung an diesem Ofen verwirklichen können. Zum Schluss bekam der Ofen noch einen gedrehten Kamin, um im wahrsten Sinne des Wortes „noch mal einen draufzusetzen“.

 

Die Presse schrieb übrigens in einem Artikel zur Planung des Treffens: „... Der drehbare Kamin wird aus einem Stein gefertigt den die Gesellen auf dem Müll hinter der Burg gefunden haben. …“

Für Belustigung durch die Medien war somit auch gesorgt. Zum berüchtigten Partywochenende reisten dann noch einige Gesellen und Freunde der Gesellen zu, sodass wir ca. 30 bis 40 Leute waren. Das war auch eine gute Zahl, da wir zu dem Bier auch noch 33 Liter Freiheitsbrüderblut zum Verschmoren hatten. Auch das während der Zwei Wochen 107 Kisten Bier und ca. 20 Liter Schnaps durchgingen, und jeden Abend bis Spätnachts geschmort wurde, hielt keinen vom Arbeiten ab.                    (Hr..hmm!! ..tststsgrummlrogntüdü… Anm. d. Admin).

Somit war dieses Treffen einfach unglaublich produktiv, was natürlich den zugereisten Gesellen zu verdanken ist, die alle voller Elan ihre Arbeit machten, mitdachten und mithalfen wo’s eben ging!

   

 

Fix bedankt für die schöne Zeit! Die Voko/Voco/Foko oder wie auch immer:

FFB David, FFB Armin und FFB Max

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Steinbaustelle 2009

Eindrücke von der Steinbaustelle in Reinstorf/Lüder

Gut die Gesellen haben gerade Wochenende, aber trotzdem ... :-)

 

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 Steintreffen 2007:

Burg Schönburg am Rhein

Die mit (G) gekennzeichneten Bilder wurden von der Steintreffen-Voko zur Verfügung gestellt.

Die Tradition der reisenden Steinmetzen und Maurer; jedes Jahr eine "Steinbaustelle" zu veranstalten, existiert nun schon seit 13 Jahren.

 

Die Steinbaustelle bietet reisenden Gesellen/innen der Steinberufe (und natürlich auch anderer Gewerke) die einzigartige Möglichkeit, in lockerem Rahmen 2 Wochen zu arbeiten, Ihr Können zu zeigen und nach getaner Arbeit - insbesondere am Schlußwochenende -  zu fachsimpeln und ausgiebig zu feiern.

 

Wie auch das sog. "Steinachten", das über Weihnacht ins neue Jahr feiern der Steingewerke, wird die Steinbaustelle jeweils von Teilnehmern des Vorjahrs organisiert. Neuzugänge mit Elan und Talent sind natürlich gerne gesehen.

Die diesjährige Voko setzte sich wie folgt zusammen:

Mario Petry (freireisend), Rene Breuer (rechtschaffen fremd), Stefan Kretschmar (Rolandsbruder), Ulrich Schäfer (rechtschaffen fremd), Matthias Götz (Rolandsbruder) und Florian Jäger (freireisend)

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Für die Steinbaustelle wird jeweils ein gemeinnütziges Projekt gesucht. Ob Fassade oder Burg, ob Restaurierung oder wie 2003 in Baunach, Kunst in der Landschaft (z.B. die Weltkugel auf der Infoseite).

 

Material, Werkzeug und Verpflegung wurde bislang jedes Mal gerne von Firmen gesponsert, nicht zuletzt da Steinbaustellen regelmäßig ein gehöriges Presseecho auslösen. Ich kann mich erinnern, daß in Baunach nicht nur das ein oder andere TV-Team anrückte, sondern aufgrund der Berichterstattung tatsächlich Besucher im Wohnmobil auftauchten um das Geschehen hautnah zu verfolgen. Sachen gibts..

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Das diesjährige Steintreffen fand wie angekündigt auf Burg Schönburg in Oberwesel am Rhein statt. Die Burg wird unterhalten vom der Kolpingfamilie. Während der 2 geplanten Arbeitswochen waren 19 Gesellen am Start, die eine Pflanzschale, eine Schwalbenstele und 2 Sitzbänke für den Burghof, eine Sonnenuhr für die Aussichtsplattform sowie einen Kerzenaltar für die Burgkapelle, aus Sandstein fertigten. Nicht zu vergessen die kleine Kirche.

Kleine Kirche

Entwurf und Anleitung von Florian Jäger, mitgearbeitet haben: Oliver Lyns (freireisender Dachdecker), Jonas Gergen (freireisender Schreiner) und diverse Zimmerleute. Der Boden wurde mit Schiefer ausgelegt, die Mauer erhöht, eine Bruchsteintreppe restauriert, etc. Dies von den Maurern Ulrich Schäfer, Thomba und Philippe Küppers. Letzterer fiel am letzten Tag von der 6 Meter hohen Mauer und lag dann 3 Tage auf der Intensiven..., ich hoffe Ihm gehts wieder besser.

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Das Treffen wurde wie gewohnt ausschließlich aus Spenden Aufgebaut. Das Kolpinghaus übernahm Verpflegung und Unterkunft. Steinmaterieal wurde von diversen Steinbrüchen aus der Umgebung zur Verfügung gestellt. Verschiedene Betriebe liehen den Fremden das benötigte Werkzeug.

Zusammenfassung der Sponsoren

Büttner Natursteine GmbH (Oberwesel), Konrad Müller Natursteinwerk (Kaiserslautern), C. Picard NatursteinwerkGmbH (Krickenbach), Rathscheck Schiefer (Mayen-Kratzenberg), Thomas Götz Steinmetzmeister (Darmstadt), W. Neuheuser Steinmetzbetrieb (Simmern), HZK Krankenkasse (Hamburg), Kylltaler Sandstein (Bitburg), J. Mayer Steinmetzmeister(Trierweiler), Dombauhütte der Gedächtniskirche (Speyer)

 Fahrzeuge wurden von Autohäusern, Kolpinghaus und Mitbürgern gesponsort.

Als Grundidee stand die Burghofgestaltung, zuzüglich kamen dann noch das Kirchlein (Dach/Mauer) und diverse Restaurierungen. Allerdings entwickelte sich die Chose ziemlich schnell zum Selbstläufer, so daß zugereiste Gesellen alsbald eigene Baustellen machten und sich persönlich um Spender für das benötigte Material bemühten. Ideen waren genug vorhanden, vor Allem hatten die Gesellen freies Spiel zu Selbstgestaltung, und konnten Ihre eigenen Ideen integrieren. Die Vorbereitung des Treffens dauerte in etwa 4 Wochen.  Viel zu verdanken hatten die Fremden dem Herbergsvater des Kolpinghauses, Günther Kaspari, der sich für die Gesellen mit Leib und Seele einsetzte.

Täglicher Arbeitsbeginn war zwischen 9 und 10 Uhr Morgens und gewerkelt wurde bis Sonnenuntergang. Selbst Sonntags. Die Schmiede hämmerten oft noch bis in die Nacht, während die anderen Gesellen schon in fröhlicher Runde saßen.

 

Die Pflanzschale

Entwurf von Rene Breuer, mitgearbeitet haben: Ellen Hunzinga (freireisend), Niels Vilquarzen (Rechtschaffen fremd), Stefan Kretschmar (Rolandsbruder), Mark Langer (rechtschaffen fremd) von Ihm ist auch die Blattmaske, und die Schmiede Benjamin Denuell (rechtschaffen fremd), Sebastian Leu (rechtschaffen fremd) und Evi Kesseli (FBS)

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Die Bänke

Entwurf von Mario Petri (freireisend), mitgearbeitet haben: Andre Zimmer (einh. frei), [Stenz, Planet], Martin Teistler (freireisend), [Loreley, Hände, Totenkopf], Nicole Perovic (Axt & Kelle), [Blatt], Robert Nibbe (Freiheitsbruder), [Skelett] und der freireisende Schmied Haggis.

 

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Die Schwalbenstele

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Der Kerzenaltar

Entwurf von Matthias Götz (Rolandsbruder), mitgearbeitet haben Nicole Perovic (Axt & Kelle) und Haggis (freireisend)

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Die Sonnenuhr

Entwurf vom Herbergsvater Günther Kaspari, ausführende Gesellen: Nicole Perovic (Axt & Kelle) und die Schmiedin

Evi Kesseli (FBS) (G)